Baumärkte sind in den letzten Jahren beinahe wie Pilze aus dem Boden geschossen. Einige Filialen mussten inzwischen wieder geschlossen werden. Soweit ich weiß, gibt es sogar eine ganze Baumarktkette schon nicht mehr. Durch ihre discounterähnlichen Preise haben all die vielen Baumärkte aber dennoch erheblichen Schaden in der Einzelhandelslandschaft angerichtet. So viele kleine Fachgeschäfte für Eisenwaren, Bodenbeläge, Renovierungszubehör usw. mussten schließen. Vielleicht waren diese Schließungen nicht insolvenzbedingt, aber so mancher ältere Inhaber fand keinen Nachfolger und hat den Betrieb aus diesem Grund aufgegeben. Dabei war gerade in diesen kleinen alteingesessenen Läden die tollste Atmosphäre. Jeder kannte jeden, auch die Kunden untereinander. Manchmal traf man sich dort einfach nur so auf einen netten Plausch, und das ohne sich vorher zu verabreden. Einen Eisenwarenladen gibt es seit 1906 in meinem Wohnort. 1995 wurde das Geschäft an einen Nachfolger übergeben, der sehr erfolgreich in sehr große Fußstapfen getreten ist. Seit eh und je wurden dort Eisenwaren und Haushaltsartikel verkauft. Und ich erinnere mich auch noch an die tolle uralte Registrierkasse mit gusseisernem und verziertem Gehäuse. Um den Betrieb an sich erhalten zu können, musste allerdings erheblich umstrukturiert werden. Haushaltswaren gibt es dort keine mehr zu kaufen, Eisenwaren in nicht mehr ganz so großer Vielfalt wie früher. Aber es gibt den Service, dass alles was nicht da ist besorgt werden kann. Gibt es sowas im Baumarkt? Ich glaube nicht. Dafür sind erfolgreich Öfen und Markisen ins Sortiment aufgenommen worden. Und auch ein Sicherheitsbereich mit Beschlägen für Fenster und Türen sowie ein Schlüsseldienst sind erfolgreiche Standbeine des Unternehmens. Da musste die gute alte Registrierkasse natürlich ihren Dienst aufgeben und ist nicht einmal mehr als Dekorationsstück zu sehen. Dafür ist aber offensichtlich eine Computerkasse angeschafft worden, die natürlich mit ihrer umfangreichen Kassensoftware den ganzen Laden verwalten kann. Warenbewegungen zu überwachen ist hier gar kein Problem, auch nicht für den Bereich von Schrauben, Nägeln & Co. was noch wie früher auch einzeln gekauft werden kann. In Baumärkten bekommt man diese Artikel nur in Mindestmengen angeboten, was alles in allem natürlich teurer ist für den Kunden. Denn wer nur eine Schraube braucht aber zehn kaufen muss, hat totes Kapital daheim. In Baumarktfilialen sind natürlich moderne Kassensysteme und Netzwerkkassen installiert, die sämtliche Artikel mit Bezeichnung und Einzel-/Grundpreis in der Kassensoftware als Datenbank hinterlegt haben. Mit dem Scanner den Barcode ausgelesen wird nicht nur die Aufrechnung des Einkaufs getätigt. In der Warenbewegung werden alle verkauften Artikel als Entnahme gebucht und so wird ein aktueller Warenbestand errechnet. Anhand der Inventur sollten die tatsächlichen und die rechnerischen Bestände übereinstimmen. Differenzen können durch Diebstähle entstehen, was natürlich weder im Baumarkt noch im kleinen Fachgeschäft gern gesehen wird. Neben der genauesten Aufzeichnung über die Kassensoftware von Kassensystemen wäre im Zweifelsfall zur Vermeidung von Diebstählen eine Videoüberwachung in Erwägung zu ziehen.
Tags:Kasse, Kassen, Kassensystem, Kassensysteme, Netzwerkkasse, Registrierkasse