Blog Verzeichnis

Archiv für Juli 2009

1990 war die Mauer gefallen. Frank Engel, ein Bekannter von Michael Hörr, der in der Nähe von Eisenach wohnte, übernahm den Vertrieb von Kassen und Warenwirtschaftssystemen in den neuen Bundesländern. Im gleichen Jahr wurde OrgaSoft zum ersten Mal auf verschiedenen Arbeitsplätzen in einem Novell-Netzwerk entwickelt, während die Kassensoftware OrgaSoft-P.O.S. nun auch mit einem Terminal der Firma Schultes lief. 1991 war ein Schlüsseljahr in der Firmengeschichte der Signum GmbH. Innerhalb einiger Wochen wurde das neue der Firma CASIO, die SA-1000, an OrgaSoft angebunden. Da Signum der erste Anbieter war, der ein Komplettsystem für den Einzelhandel anbieten konnte, wurden sie von CASIO als Mitaussteller auf die CeBIT ‘91 eingeladen. So konnte man sich nun erstmals bundesweit dem Kassenfachhandel präsentieren. Zahlreiche Installationen in ganz Deutschland, aber auch die erste Auslandsinstallation auf Zypern waren eine Folge dieses ersten Messeauftritts. 1992 erfolgte durch die Vermittlung eines Kassenfachhändlers die erste Installation von OrgaSoft in einem i&m-Baufachmarkt. Module wie Aktionsverwaltung und vordatierte Preisumzeichnung ließen während dieser Installation die Software baumarktfähig werden. 1993 war die Signum GmbH der Überzeugung, dass man den Erfolg, den man dank der Kooperation mit CASIO hatte, auch mit anderen Herstellern von Kassensysteme n multiplizieren könnte. So kamen Kooperationsvereinbarungen mit Siemens/Nixdorf und ADS/Anker zustande. Warenwirtschaft und Software wurden entsprechend an die Produkte dieser Hersteller angepasst. 1994 gelang ihnen ein weiterer Durchbruch. Die Zentrale der Baumarktkooperation Interpares-Mobau (i&m) in Karlsruhe bot Signum eine Rahmenvereinbarung an. Das Unternehmen war nun gelisteter Lieferant des Warenwirtschaftssystems für den Einzelhandelsbereich.  1995 suchte die Signum GmbH nach einer neuen Entwicklungsumgebung auf der Basis einer anderen Technologie. Denn OrgaSoft stieß unter anderem durch die Verwendung einer älteren Programmiersprache an seine Grenzen, so dass dieses Produkt in wenigen Jahren nicht mehr zu vermarkten sein würde. Die Grundlage für die neue Software stand bereits, denn das Thema der Diplomarbeit von Jürgen Erhardt lautete “Konzeption einer Datenbankstruktur für ein Warenwirtschaftsystem”. Die Entscheidung zugunsten einer Entwicklungsumgebung von MICROSOFT fiel angesichts des großen Erfolgs von Windows. Auch der neue Produktname war gefunden. Der Zusatz NT stand für New Technology und lehnte sich dabei an das aktuelle Betriebssystem von Microsoft an. 1996 brachte CASIO ein mobiles Datenerfassungsgerät, das DT-700, auf den Markt, das Signum als festen Bestandteil seiner Warenwirtschaftslösung integrierte. Sie nutzen den Vertrieb der alten Lösung als Finanzierung für die Entwicklung der neuen Registrierkassen Software. 1997 wurde nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit die erste Installation von ORGASOFTNT durchgeführt. Damit war man einer der wenigen Hersteller, dem es gelungen ist, eine Warenwirtschaft auf einer anderen Technologie neu aufzusetzen. Mit der Flughafenhandelsgesellschaft München (heute eurotrade) wurde zudem ein Anwender gewonnen, der nicht gerade niedrige Ansprüche an eine Warenwirtschaft hatte. 2000 wurde mit der Vectron Systems AG eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit getroffen, die in den kommenden Jahren sehr erfolgreich sein würde. Im Zuge der Euphorie am neuen Markt unterlagen die Signum-Gesellschafter fast einem millionenschweren Kaufangebot, letztendlich siegten dann aber doch der Wunsch nach Unabhängigkeit und Umsetzung der eigenen Visionen. Die Anbindung von ORGASOFTNT an den SQL-Server 7 bescherte Signum einen prominenten Kunden: Microsoft Deutschland kaufte die Warenwirtschaft von Signum, um sie als CRM-Software in seinem Call-Center einzusetzen. 2001 zählte das Unternehmen Signum GmbH bereits 19 Mitarbeiter. 2002 war ORGASOFTNT dank Speiseplanung, Lagerrezepturen und eines “hartnäckigen” Gastronomen jetzt auch für den Einsatz in der Systemgastronomie geeignet. 2004 stand ORGASOFTNT auch für den modischen Bereich (Farben/Größen) zur Verfügung. Damit war das Warenwirtschaftssystem von Signum auch in Einzelhandelsunternehmen wie Kaufhäusern, die sich durch ein sehr breites Warensortiment auszeichneten einsetzbar. 2005 wurde die neue Touch Registrierkasse ORGASOFT POS.NET nach vierjähriger Entwicklungszeit zum ersten Mal erfolgreich eingesetzt. Auch der WINDOWS-Nachfolger der mobilen Software “Truck POS” wurde unter dem Namen ORGASOFT POS.NET mobile erstmals auf der Euroshop Messe in Düsseldorf auf dem eigenen Messestand präsentiert.

Tags:, , , , , , ,

Verwandte Artikel

1983 lernten sich Jürgen Erhardt und Felix Hochapfel während der Schulzeit kennen und begannen gemeinsam auf einem Commodore Pet und später auf einem C 64 programmieren zu lernen. 1985 begann Hochapfel nach dem Abitur eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Angelockt wurde er durch den Firmenzusatz “Computertechnik” eines Aschaffenburger Unternehmens. Dass es sich dabei in erster Linie um elektronische handelte, wusste er zunächst nicht. 1986 gab es bereits viele elektronische Registrierkassen, die über Handscanner und Diskettenlaufwerke verfügten. Es gab auch bereits einige Warenwirtschaftssysteme für PCs, doch mangelte es noch meistens an Software, die die mit dem Warenwirtschaftssystem verbindet. Hier galt es eine Marktlücke zu füllen. Und mit der CASIO 9700-SR war ein erstes “Opfer” schnell gefunden, die erfolgreich mittels eigener Software an ein Warenwirtschaftssystem angekoppelt wurde. 1986 sorgte ein Fachgeschäft für Farben und Lacke, dem Felix Hochapfel eine Fremdsoftware verkaufte und auch selber installierte, für den Grundstein zur ersten eigenen Warenwirtschaft. Denn er sah nicht ein, dass es nicht möglich sein sollte, mit dem gleichen System Bruttorechnungen an Privatkunden und Nettorechnungen an Handwerker zu schreiben. Gleichzeitig wurde dabei das auch heute noch anhaltende Verständnis für Händler geboren, die auf die Gnade der Programmierer eines Fremdsystems angewiesen sind. Zu der Idee, ein eigenes Warenwirtschaftssystem für Registrierkassen zu entwickeln, war es nur noch ein kleiner Schritt, zumal die Grundlage, eine selbst entwickelte Datenbank, bereits in einem anderen Projekt realisiert wurde. So begann die Erfolgsgeschichte von OrgaSoft, für das Betriebssystem MS-DOS. 1987 beschlossen Jürgen Erhardt, der mittlerweile ein Informatikstudium in Darmstadt begonnen hatte, und Felix Hochapfel, ihr Hobby zum Beruf zu machen, in dem sie ein Gewerbe für individuelle Softwareprogrammierung anmeldeten. Der Name der Firma lautete “08/16″ und die ersten Aufträge ließen nicht lange auf sich warten. Der hessische Apothekerverband und ein Baufachzentrum aus dem Vogelsberg waren die ersten Kunden, für die man erfolgreich die ersten Projekte abwickelte. Wie bei manchen Vorbildern befand sich der Firmensitz zwar nicht in einer Garage, aber sehr viel komfortabler war die 12-qm-Einzimmerwohnung im dritten Stock einer Darmstädter Metzgerei auch nicht. 1988 lernte Jürgen Erhardt während seines Studiums mit Michael Hörr einen begeisterten “Hardwarefreak” kennen, der eine optimale Ergänzung zu den beiden “Softwarefuzzys” darstellte. Gemeinsam mit Klaus-Dieter Stamm, Geschäftsführer besagter “Computertechnik”-Firma aus Aschaffenburg, bei der Felix Hochapfel als Verkäufer beschäftigt war, wurde die Signum GmbH am 19.12.1988 in Darmstadt gegründet. Als Firmensitz fungierte zunächst eine Bürogemeinschaft in der Otto-Röhm-Straße, bevor man 1990 in die Elisabethenstraße 23 zog, in der man dann ganze zehn Jahre blieb. 1989 kamen die ersten PC Kassen auf den Markt. Dabei handelte es sich um Terminals, die lediglich aus Bildschirm, Drucker und Tastatur bestanden und per serieller Schnittstelle oder Steckkarte an einen PC angeschlossen werden konnten. Doch auch hier gab es wieder ein Problem: Es gab keine Software für diese Terminals, und ob sich diese Technologie durchsetzen würde, stand auf einem anderen Blatt Papier. Doch da sie nichts Besseres zu tun hatten, begannen sie für eine dieser Registrierkasse n, die CASIO SA-7000, eine Software zu entwickeln.

Tags:, , , , ,

Verwandte Artikel

In einem Supermarkt werden täglich große Massen an Ware bewegt, dies betrifft vor allen Dingen große Supermarktketten, die über ein umfassendes Angebot von Lebensmitteln und breit gefächerten Dingen des täglichen Bedarfs verfügen. Hier wird darauf gesetzt, dem Kunden alles aus einer Hand vielmehr alles unter einem Dach anzubieten. Die Kassensysteme sind hier wirksame Kontrollinstrumente die in Kombination mit leistungsstarken Warenwirtschaftssystemen die Verkäufe zuverlässig in Stückzahlen als auch Umsatzzahlen erfassen. Die eingesetzten modernen werden darüber hinaus auch für die Warenbewegungen der Lieferzugänge als Messinstrument eingesetzt. Die Lagerbestandsverwaltung wird mit solchen Kassensystemen deutlich erleichtert, besonders im Bereich von großen Stückzahlen die palettenweise an- und ausgeliefert werden. Weiterhin muss auch die Lagerhaltung auf die Warenbewegungen im Bereich von Mindesthaltbarkeitsdaten und die Einhaltung der Kühlkette abgestimmt werden können. Mit moderner Technik und im Verbund mit leistungsstarken Kassensysteme n können hier bereits über die Zentrale die erforderlichen Bestellmengen ermittelt und in die einzelnen Filialbetriebe delegiert werden. Auch in den Filialbetrieben selber braucht man ein leistungsstarkes um hier den Überblick zu behalten. Über die Warenwirtschaft kann auch der Filialleiter einsehen wie viel Ware im Lager noch verfügbar ist und kann bei Bedarf neue Ware über die Zentrale beziehungsweise beim Lieferanten direkt bestellen. Auch Warenbewegungen innerhalb der Filialen lassen sich mit Hilfe der zuverlässig verwalten und erfassen. Dies ist von großem Vorteil, denn große Mengen an Warenbewegungen bedeuten aus unternehmerischer Sicht auch große Mengen an Kapitalfluss. Auf der einen Seite ist es wichtig unter Umständen von mehreren zig Filialen Tagesverkaufszahlen eines Produktes just-in-time vorliegen zu haben um eine optimale Bestellung eines Frischeproduktes zu gewährleisten und wenig Schwund durch Ablauf der Mindesthaltbarkeitsdaten zu erleiden. Auf der anderen Seite ist es besonders beim Einkauf großer Mengen von dauerhafter Haltbarkeit unerlässlich den gesamten Bestand dieses Produktes zu überblicken um günstige Rabatte auf große Mengenabnahmen aushandeln zu können. Auch in den Filialen selber kann man auf Wunsch eine automatische Benachrichtigung des s einstellen, wenn der Bestand zum Beispiel von besonderen Frischeprodukten unter eine festgelegte Grenze fällt und so verhindern, dass man von einem Artikel keine Ware mehr auf Lager hat. Wirtschaftlich von besonderer Bedeutung ist sicherlich für jedes Unternehmen die genaue Höhe des Tagesumsatzes. Besonders in großen Supermarktketten befinden sich und von teilweise mehr als 10 Stationen. Multipliziert man das mit einer ebenso großen Zahl von Filialbetrieben so erhält man eine immense Summe an Tagesumsatz. Um hier den Cashflow optimal zu steuern bieten moderne und leistungsstarken Netzwerkverbund und Zentralverwaltung an. Dies ist sicherlich ein großer Fortschritt wenn man vergleichsweise an die guten alten Zeiten zurückdenkt wo die Verkaufs- und Umsatzzahlen noch per Telefon und Fax zusammengetragen wurden und  mit der Hand als Gesamtergebnis ausgewertet zu werden. Des Weiteren kann man mit einem Kassensystem die einzelnen Tagesumsätze und sogar die stündlichen Umsätze einsehen und auswerten. Dies ist von großem Vorteil bei der Kostenplanung in mehreren Filialen. Anhand der Auswertungsmöglichkeiten und Statistiken des s lässt sich eine genaue Übersicht, wann mehr oder auch weniger Personal gebraucht wird auf Wochen- und Monatsschichten erstellen. So kann der Filialleiter eventuell Personal in anderen Filialen beschäftigen um die Personalkraft so sinnvoll wie möglich zu nutzen. Wenn es wechselnde Sonderangebote gibt, ist es ein Leichtes die Preise der Artikel mit einem Kassensystem auf Knopfdruck ändern und spart so einen großen Teil Arbeitskraft und Arbeitszeit.

Tags:, , , ,

Verwandte Artikel