Archiv für März 2009
Im Versandhandel wird zwischen Spezialversender und Universalversender unterschieden. Spezialisten versenden nur eine Art Waren wie beispielsweise Textilien, Mode, Tonträger oder Möbel. Universalversender verschicken, wie der Name schon vermuten lässt, mehrere Warensorten wie z.B. Unterhaltungselektronik oder Kleidung. Es gibt meist saisonale Hauptkataloge, die von kleineren Spezialkatalogen unterstützt werden. Es wird eine Produktvielfalt ähnlich wie im Warenhaus oder Kaufhaus angeboten: Kleidung, Unterhaltungselektronik, Haushaltswaren, uvm. Im Versandhandel werden die bestellten Waren gegen Nachnahme, auf Rechnung oder auch gegen Vorkasse geliefert. Zustelldienste oder Logistikdienstleistet übernehmen den Versandvorgang und stellen die Waren beim Kunden zu. Die Privatkunden- und die Handelslogistik unterscheiden sich durch die Anforderungen der sogenannten letzten Meile, sprich das letze Stück Weg zum Kunden. Zum Schutz des Verbrauchers gibt es auch im Versandhandel ein Widerrufsrecht vom Kaufvertrag, das wenn dann in aller Regel durch Rücksendung der Ware ausgeübt wird. Natürlich sind im Versandhandel keine Kassen nötig, da die Bezahlung der gelieferten Waren per Banküberweisung, Vorkasse, Nachnahme oder auch auf Rechnung (und dann eben auch in aller Regel auf dem Bankweg) erfolgt. Eine Kasse kann im Versandhandel eine sinnvolle Anschaffung sein, wenn das Unternehmen eigene Geschäfte als Niederlassung eröffnet oder wenn Partneragenturen stationär den Handel mit den Waren eines bestimmten Versandhandels betreiben. Niederlassungen des Unternehmens können mit Netzwerkkassen ausgestattet werden. Ein solches Kassensystem ist nicht nur zur Erfassung und Aufsummierung der Verkäufe geeignet. Kassensysteme können online laufend Umsätze an die Unternehmenszentrale übermitteln. Hier kann den Laden unterstützend darauf geachtet werden, welche Waren sich zum Ladenhüter oder zum Dauerbrenner entwickeln. Zudem können tägliche Umsatzabrechnungen der Kasse bequem zur Buchhaltung übermittelt werden, damit diese dort zeitnah verbucht werden können. Die Überwachung von Warenbewegungen ist über die Kassensoftware von Kassensystem und Netzwerkkasse genauso möglich, wie die Einsatz- und Urlaubsplanung der Mitarbeiter. Partnershops von Versandhandelsunternehmen sind meist eher kleinerer Natur, verfügen über weniger Raumkapazitäten. Niederlassungen bieten daher bevorzugt größere Artikel wie Haushaltsgeräte (Waschmaschine, Trockner, usw.) an, während die Partnershops eher die kleineren Artikel (Spiele, Spielwaren, Schmuck, uvm.) im Laden präsentieren. Großgeräte können hier natürlich auch gekauft werden. Die Bestellung erfolgt über das Internet, die Lieferung geht direkt zum Kunden. Bezahlt werden können die bestellten großen Geräte natürlich auch im Partnershop, wo sie bestellt wurden. Da ist natürlich die Barzahlung möglich. Ich vermute, dass hier allerdings meist eine Registrierkasse ausreicht, um die Umsätze zu registrieren und zu verwalten. Da Partnershops, wie gesagt, meist über ein recht kleines Ladenlokal verfügen und auch der Umsatz überschaubar sein dürfte, sind Kassensysteme an dieser Stelle vermutlich unterfordert und fehl am Platz. Registrierkassen werden so schnell nicht aus dem Handel verschwinden. Denn es wird noch lange kleine Läden geben, wo eine Registrierkasse die perfekte Anwendung zur Verwaltung der Umsätze sein wird. Und auch immer mehr Registrierkassen werden netzwerkfähig sein, dank der Entwicklung der Kassenhersteller. Hierdurch können Kassensysteme und Netzwerkkassen für beispielsweise Einzelaktionen und einmalige Sonderangebotsverkäufe unterstützt werden.
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Netzwerkkassen sind ebenso vielseitig zu nutzen wie Kassensysteme. Für beide Arten von Kasse gibt es spezifische Kassensoftware. Wobei eine Netzwerkkasse und ein Kassensystem so unterschiedlich, glaube ich, nicht sind. Denn sogar Registrierkassen werden in näherer Zukunft Netzwerktauglichkeit aufweisen müssen. So sind beispielsweise die POS-Kassen im Supermarkt als Kassensystem Teil einer Netzwerkkasse. Filialen eines Supermarktkonzerns sind über ihre Kassensysteme miteinander vernetzt, das sie häufig ihr Warenwirtschaftssystem synchronisieren. Bestellungen werden gebündelt über das Netzwerksystem an eine zentrale Stelle übermittelt, von wo aus dann die Lieferungen zusammengestellt werden. Als Kunden bekommen wir von alle dem nichts mit. Wir gehen durchs Geschäft, sammeln den Einkauf zusammen und gehen zur Kasse und bezahlen. So manche Registrierkasse ist vielleicht schon netzwerktauglich. Da stelle ich mir gerade vor dass ich in ein kleines Geschäft gehe um dort eine Geschenk zu kaufen und davon ausgehe dass es tatsächlich nur dieses kleine Lädchen mit Geschenkartikeln ist. Dabei könnte es ja sein, dass der Inhaber/die Inhaberin des Ladens mit einem Konzern oder einem Franchisegeber zusammenarbeitet und über die Registrierkasse mit selbigem verbunden ist. Mit entsprechender Kassensoftware könnte dann laufend die Warenbewegung beobachtet und die Lieferung neuer Waren automatisch angestoßen werden. Außerdem könnte im Hintergrund über die Kassensoftware erkannt werden, welche Artikel gerade besonders in sind und welche nicht. Entsprechend könnte das Sortiment gestaltet werden. Mir ist es da schon einleuchtender, dass in Hotels Netzwerkkassen genutzt werden. Denn beim Einchecken werden meine Daten als erstes erfasst. Im Hintergrund wird auf der Kassensoftware eine Datenbank bestückt, die alles Relevante speichert, bis die Rechnung erstellt werden soll. Vom Restaurant des Hotels aus kann der Rechnung eines Gastes, die in der Software hinterlegt ist, der Verzehr von Speisen ebenfalls zugeordnet werden. Über ein Mobilteil des Kassensystems kann der Kellner die Bestelllung aufnehmen und über Funk an die Kassensoftware und die dortige Datenbank übertragen. Außerdem wird gleichzeitig eine Information in die Küche geleitet, wo sofort mit der Zubereitung der Bestellung begonnen werden kann. Auch von der Hotelbar aus kann die Datenbank in der Netzwerkkasse mit dem Verzehr von Getränken bestückt werden, besser gesagt mit der Information über den Verzehr. Ob im Hotel oder in Gastronomie und Handel: soll zur Neueröffnung eines Betriebes auch eine neue Kasse angeschafft werden, sind die Kassenhersteller zunächst die erste Anlaufstelle. Sie können im Gespräch die betrieblichen Anforderungen an eine Kasse herausfinden und ein individuelles Angebot für das richtige Gerät geben. Denn für jeden Betrieb kann es eine individuelle Kassenlösung mit ebenso individueller Installation der Kasse, der Registrierkasse oder des Kassensystems/der Netzwerkkasse geben.
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