Kassensysteme bekommen auch global eine immer größere Bedeutung. Viele Filialbetriebe führen weltweit ihre Niederlassungen, wie zum Beispiel McDonalds. Das ist sicherlich nicht der Bäcker um die Ecke, aber alle Betriebe vergrößern sich stark. Wenn früher ein Unternehmer fünf Filialen eröffnete, war das bereits ein großes Unternehmen. Durch moderne Kommunikationstechnik ist die weltweite Geschäftstätigkeit gar keine Schwierigkeit mehr. Kassensysteme können per Datenfernübertragung überall auf der Welt ausgelesen und die Daten zentral verwaltet werden. Der Unternehmer verlässt dafür nicht einmal sein Büro. Dabei kommt der genutzten Kommunikationssoftware und den modernen Kassensystemen die gleiche Bedeutung zu. Daten aus den Kassensystemen werden zentral abgerufen und in die branchenüblichen Back-Office Programme übernommen, wie z. B. Backsoftware, Warenwirtschaft oder auch Buchhaltung.
Andererseits ist der Unternehmer in der Lage, Artikelpreise, Artikelinformationen, Tastaturbelegungen, Rezepturen, etc., per DFÜ direkt in die Kassensysteme übertragen. Auf Wunsch kann das auch automatisch mit vorprogrammierten Zeiten erfolgen, so dass der Übertragungsvorgang den Betrieb nicht unterbricht. Gute Kommunikationssoftware bietet ebenfalls die Möglichkeit, Datenbackups zu machen oder die Kassensysteme per Fernwartung zu betreuen. Ein guter Fachhändler bietet Serviceverträge, die beinhalten, dass bei Störung der Kassensysteme in kürzester Zeit entweder Ersatz beschafft oder schnellstens repariert wird. Wichtig ist auch, dass moderne Kassensysteme in der Lage sind, die Arbeitszeiten der Mitarbeiter und bestimmte Zugangsrechte zu verwalten.
Die Kommunikationssoftware ist der Übermittler der Daten, die dann zur vielseitigen Analyse und Statistik zur Verfügung stehen. Einzeln oder im Netzwerk ist das Kassensystem die aktive Unterstützung für den Unternehmer. Angeschlossene Peripheriegeräte, wie Drucker, mobile Kassensysteme für großflächige Gastronomiebetriebe, moderne Schankanlagen und Kaffeemaschinen, die nur gebuchte Getränke freigeben oder auch Waagen, die über den Drucker der Kasse die Labels für die abgewogenen Gebinde, z.B. Pralinen oder Plätzchen, ausdrucken und gleichzeitig registrieren. Weitläufige Thekenanlagen, wie in der Fleischerei oder im Supermarkt fordern vom Kassensystem, dass der Kunde und die Bedienung von einem zum nächsten Kassensystem, bzw. Wiegestation wechseln können und die Daten sozusagen „floaten“. Das dient dazu, dass die Bedienung nicht jedes Mal an einem Kassensystem den Vorgang abschließen muss, wenn der Kunde beispielsweise erst Fleisch, dann Wurst und zum Schluss noch von der Käsetheke kaufen möchte.
In der Gastronomie sollte ein modernes Kassensystem in der Lage sein, eingegebene, gemischte Bestellungen von Speisen und Getränken zu verarbeiten. Die Speisenbestellung wird in die Küche übertragen und dort auf einem Display angezeigt oder ausgedruckt, mit Angabe der eventuellen Sonderwünsche des Gastes, gleichzeitig geht die Getränkebestellung an die Theke. Mobile Kassensysteme sind mit Vibrationsalarm ausgestattet, so dass der Kellner weiß, wann er die Bestellung servieren kann. Diese neuartigen, mitdenkenden Kassensysteme helfen in jedem Bereich, die Arbeit zu beschleunigen und zu erleichtern, geben dem Unternehmer die Möglichkeit, Betriebsergebnisse, Arbeitszeiten, Umsätze, Wareneinsatz und Lagerbestand zu verwalten. Die Kassensysteme können aus der Ferne, mittels DFÜ gesteuert und programmiert werden.
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Nur mit modernen Kassen ist heute die große Anzahl an neu erschienenen Büchern und Zeitschriften gut zu überblicken und zu verwalten. Wegen der nachlassenden Kundenzahlen ist es in den meisten Buchhandlungen üblich, dass nicht nur Bücher und Zeitschriften dort im Angebot sind, sondern auch zusätzliche Artikel, die das Warensortiment erweitern, wie Lesezeichen, Fotoalben, Kinderspielzeug, manchmal auch Briefpapier, Kalender und Dekoartikel, eben alles, was das Thema Buchhandlung ergänzen kann.
Ein Buchhandel kann, wenn er nicht über riesige Flächen verfügt, nach der Erfahrung nicht jedes einzelne erhältliche Buch im Laden führen. Über die Kasse mit angeschlossener Internet Verbindung kann der Buchhändler oder die Buchhändlerin direkt bei den Verlagen nachschauen, ob und wie schnell das benötigte Buch lieferbar ist. Die Bestellung eines Kunden kann direkt mit Name und Lieferdatum in die Kasse eingetragen werden. Für die Verwaltung der Verkäufe der Artikel des Zusatzsortimentes ist das Kassensystem ebenfalls eine große Hilfe. Mit Scanner kann der Barcode vom Preisschild eines Artikels in die Kassensysteme eingelesen werden. Damit kann schnell ermittelt werden, welche Artikel sich besonders gut verkaufen und welche nicht.
Manche Buchläden bieten zusätzlich zum normalen Buchhandelssortiment auch die Bücher aus einem Buchclub an. In der Buchclub Ecke gibt es zusätzliche Verkaufsartikel aus dem Spezialsortiment des Buchclubs, die ebenfalls von der Kasse mit verwaltet werden müssen. Das Angebot variiert oft und monatlich gibt es besonders im Buchclub Bereich wechselnde Sonderangebote. Das Kassensystem muss jederzeit in der Lage sein, die wechselnden Preise und Angebote passend zu verbuchen. Das gelingt besonders gut, wenn die Kasse in der Lage ist, pro Artikel mehrere Preisebenen zu speichern. Da der Buchhandel seit einigen Jahren ebenfalls mit niedrigen Umsatzzahlen zu kämpfen hat, ist es für den Inhaber sehr wichtig, dass über die Umsatzdaten der Kassen kurzfristig die Betriebsergebnisse analysiert werden können. Es ist mit Sicherheit sehr interessant, auseinander halten zu können, welcher Umsatz aus dem normalen Buchhandel erzielt wurde und welchen Umsatz der Buchclub erbracht hat. Die unterschiedlichen Preisebenen der Kasse lassen auch zeitlich begrenzte Sonderangebotsaktionen zu. Zum Service des Buchclubs gehört oft ein Fotoentwicklungsdienst. Auch diese Posten werden mit vom Kassensystem verwaltet. Kundendaten, eingelieferte Filme mit den entsprechenden Entwicklungswünschen und das Datum, wenn die Bilder abgeholt werden können, müssen in die Kassensysteme mit eingespeichert werden können.
Einmal im Jahr, kurz vor Ende der Sommerferien, fängt die Zeit der Schulbuchbestellungen an, was immer zu einem Ansturm auf die Buchhandlungen führt. Ein Teil der Schulbücher wird den Schülern kostenlos vom jeweiligen Land zur Verfügung gestellt und separat abgerechnet, die weiteren Schulbücher müssen von den Eltern aus eigener Tasche gezahlt werden. Das ist ein komplizierter Buchungsvorgang, den die Kassen leisten müssen. Schulbücher, die nicht vorrätig sind, müssen bestellt und pro Schüler erfasst werden. Auch das geht direkt über die Stammdatenverwaltung der Kasse. Der Vorteil ist, dass die Kundendaten dann auch für spätere Werbeaktionen zur Verfügung stehen, das rechtfertigt den Verwaltungsaufwand. Die Schulbücher müssen vom Schüler transportiert werden können, daher bieten einige Buchhändler vor Beginn des neuen Schuljahres auch die passenden Schulranzen und Etuis mit an. Diese Erweiterung des Sortiments bietet sich an und wieder hat das Kassensystem neue Artikel zu verwalten.
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In jedem Betrieb, der mehr als ein Kassensystem nutzt, ist es sinnvoll alle Kassensysteme miteinander zu vernetzen, um die Einsatzmöglichkeiten und die Effizienz der Installation zu erhöhen. Das hat gleich mehrere Vorteile. Die Kassensysteme tauschen während der Benutzung untereinander Daten aus. So können dann zum Beispiel in einem Restaurant von verschiedenen Kassensystemen aus Buchungen für einen bestimmten Tisch vorgenommen werden und erscheinen alle auf der gleichen Rechnung. Das ist vielleicht dann nötig, wenn an einem bestimmten Kassensystem gerade ein Kollege arbeitet. Oder auch in Geschäften, in denen der Kunde von einer Bedienstation zur nächsten wechselt, um dort noch etwas zu kaufen. Wie beispielsweise in der Bäckerei, erst Brot, dann noch Wurst an der Wursttheke, die am angeschlossenen Wiegesystem ausgewogen wird. Die Daten werden automatisch übernommen und können je nach Wunsch von beiden Kassensystemen aus bearbeitet und abgeschlossen werden. Das so genannte Bedienerfloating bietet dem Kunden besseren Service. In einem Restaurant bieten vernetzte Kassensysteme größtmögliche Flexibilität. So können zum Beispiel sämtliche Peripheriegeräte, wie Schankanlagen oder Drucker von allen Kassensystemen angesteuert werden, auch wenn nur ein Kassensystem damit verbunden ist. Dadurch werden überflüssige Investitionen vermieden und auch die Ausfallsicherheit wird höher. Wenn mehrere Drucker eingesetzt werden, von denen vielleicht einer ausfällt, ist es möglich von allen Kassensystemen aus auf einen Ausweichdrucker umzuleiten, bis der Drucker wieder funktioniert. Dabei spielt es keine Rolle, an welchem Kassensystem der Drucker angeschlossen ist. Das mag zwar im Einzelfall vielleicht ein wenig umständlich sein, aber immer noch besser, als auf einen bestimmten Drucker angewiesen zu sein. Ein weiterer, wesentlicher Vorteil der Vernetzung der Kassensysteme ist, dass nur eines von ihnen mit einem Modem verbunden sein muss. Von einem zentralen PC aus wird dieses eine Kassensystem angerufen und über diese Verbindung können die Daten aus allen vernetzten Kassensystemen abgerufen werden und auch Daten, wie zum Beispiel Preisänderungen und ähnliches in die Kassensysteme übertragen werden. Technisch gesehen, gibt es mehrere Möglichkeiten Kassensysteme und PC zu verbinden, je nachdem, wie weit sie örtlich entfernt sind. Stehen Kassensystem und PC im Abstand von 100 m voneinander entfernt, reicht ein einfaches serielles Kabel und ein Kommunikationsprogramm. Stehen Kassensystem und PC nicht im gleichen Haus oder gar in verschiedenen Städten, findet die Kommunikation per Telefon statt. Das geht sowohl im Festnetz, analog oder digital, als auch über Mobiltelefon. Die Installationen können dabei nach Belieben gemischt werden. Die Vorteile, die eine Vernetzung der Kassensysteme mit sich bringen, sind also nicht von der Hand zu weisen. Alle Kassensysteme können miteinander kommunizieren und während der Bedienvorgänge Daten untereinander austauschen. Damit wird die Bedienung und auch der Service am Kunden erleichtert und effizienter gestaltet. Peripheriegeräte, die an nur ein Kassensystem angeschlossen sind, können von allen anderen Kassensystemen aus angesprochen und genutzt werden. Und der Datenaustausch mit dem zentralen PC wird über nur ein, mit einem Modem verbundenen Kassensystem gesteuert und alle anderen Kassensysteme werden so auch angesprochen und können ausgelesen oder auch programmiert werden.
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1990 war die Mauer gefallen. Frank Engel, ein Bekannter von Michael Hörr, der in der Nähe von Eisenach wohnte, übernahm den Vertrieb von Kassen und Warenwirtschaftssystemen in den neuen Bundesländern. Im gleichen Jahr wurde OrgaSoft zum ersten Mal auf verschiedenen Arbeitsplätzen in einem Novell-Netzwerk entwickelt, während die Kassensoftware OrgaSoft-P.O.S. nun auch mit einem Terminal der Firma Schultes lief. 1991 war ein Schlüsseljahr in der Firmengeschichte der Signum GmbH. Innerhalb einiger Wochen wurde das neue Kassensystem der Firma CASIO, die Registrierkasse SA-1000, an OrgaSoft angebunden. Da Signum der erste Anbieter war, der ein Komplettsystem für den Einzelhandel anbieten konnte, wurden sie von CASIO als Mitaussteller auf die CeBIT ‘91 eingeladen. So konnte man sich nun erstmals bundesweit dem Kassenfachhandel präsentieren. Zahlreiche Installationen in ganz Deutschland, aber auch die erste Auslandsinstallation auf Zypern waren eine Folge dieses ersten Messeauftritts. 1992 erfolgte durch die Vermittlung eines Kassenfachhändlers die erste Installation von OrgaSoft in einem i&m-Baufachmarkt. Module wie Aktionsverwaltung und vordatierte Preisumzeichnung ließen während dieser Installation die Software baumarktfähig werden. 1993 war die Signum GmbH der Überzeugung, dass man den Erfolg, den man dank der Kooperation mit CASIO hatte, auch mit anderen Herstellern von Kassensysteme n multiplizieren könnte. So kamen Kooperationsvereinbarungen mit Siemens/Nixdorf und ADS/Anker zustande. Warenwirtschaft und Kassen Software wurden entsprechend an die Produkte dieser Hersteller angepasst. 1994 gelang ihnen ein weiterer Durchbruch. Die Zentrale der Baumarktkooperation Interpares-Mobau (i&m) in Karlsruhe bot Signum eine Rahmenvereinbarung an. Das Unternehmen war nun gelisteter Lieferant des Warenwirtschaftssystems für den Einzelhandelsbereich. 1995 suchte die Signum GmbH nach einer neuen Entwicklungsumgebung auf der Basis einer anderen Technologie. Denn OrgaSoft stieß unter anderem durch die Verwendung einer älteren Programmiersprache an seine Grenzen, so dass dieses Produkt in wenigen Jahren nicht mehr zu vermarkten sein würde. Die Grundlage für die neue Software stand bereits, denn das Thema der Diplomarbeit von Jürgen Erhardt lautete “Konzeption einer Datenbankstruktur für ein Warenwirtschaftsystem”. Die Entscheidung zugunsten einer Entwicklungsumgebung von MICROSOFT fiel angesichts des großen Erfolgs von Windows. Auch der neue Produktname war gefunden. Der Zusatz NT stand für New Technology und lehnte sich dabei an das aktuelle Betriebssystem von Microsoft an. 1996 brachte CASIO ein mobiles Datenerfassungsgerät, das DT-700, auf den Markt, das Signum als festen Bestandteil seiner Warenwirtschaftslösung integrierte. Sie nutzen den Vertrieb der alten Lösung als Finanzierung für die Entwicklung der neuen Registrierkassen Software. 1997 wurde nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit die erste Installation von ORGASOFTNT durchgeführt. Damit war man einer der wenigen Hersteller, dem es gelungen ist, eine Warenwirtschaft auf einer anderen Technologie neu aufzusetzen. Mit der Flughafenhandelsgesellschaft München (heute eurotrade) wurde zudem ein Anwender gewonnen, der nicht gerade niedrige Ansprüche an eine Warenwirtschaft hatte. 2000 wurde mit der Vectron Systems AG eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit getroffen, die in den kommenden Jahren sehr erfolgreich sein würde. Im Zuge der Euphorie am neuen Markt unterlagen die Signum-Gesellschafter fast einem millionenschweren Kaufangebot, letztendlich siegten dann aber doch der Wunsch nach Unabhängigkeit und Umsetzung der eigenen Visionen. Die Anbindung von ORGASOFTNT an den SQL-Server 7 bescherte Signum einen prominenten Kunden: Microsoft Deutschland kaufte die Warenwirtschaft von Signum, um sie als CRM-Software in seinem Call-Center einzusetzen. 2001 zählte das Unternehmen Signum GmbH bereits 19 Mitarbeiter. 2002 war ORGASOFTNT dank Speiseplanung, Lagerrezepturen und eines “hartnäckigen” Gastronomen jetzt auch für den Einsatz in der Systemgastronomie geeignet. 2004 stand ORGASOFTNT auch für den modischen Bereich (Farben/Größen) zur Verfügung. Damit war das Warenwirtschaftssystem von Signum auch in Einzelhandelsunternehmen wie Kaufhäusern, die sich durch ein sehr breites Warensortiment auszeichneten einsetzbar. 2005 wurde die neue Touch Registrierkasse ORGASOFT POS.NET nach vierjähriger Entwicklungszeit zum ersten Mal erfolgreich eingesetzt. Auch der WINDOWS-Nachfolger der mobilen Kassen Software “Truck POS” wurde unter dem Namen ORGASOFT POS.NET mobile erstmals auf der Euroshop Messe in Düsseldorf auf dem eigenen Messestand präsentiert.
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1983 lernten sich Jürgen Erhardt und Felix Hochapfel während der Schulzeit kennen und begannen gemeinsam auf einem Commodore Pet und später auf einem C 64 programmieren zu lernen. 1985 begann Hochapfel nach dem Abitur eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Angelockt wurde er durch den Firmenzusatz “Computertechnik” eines Aschaffenburger Unternehmens. Dass es sich dabei in erster Linie um elektronische Registrierkassen handelte, wusste er zunächst nicht. 1986 gab es bereits viele elektronische Registrierkassen, die über Handscanner und Diskettenlaufwerke verfügten. Es gab auch bereits einige Warenwirtschaftssysteme für PCs, doch mangelte es noch meistens an Software, die die Kassen mit dem Warenwirtschaftssystem verbindet. Hier galt es eine Marktlücke zu füllen. Und mit der CASIO 9700-SR war ein erstes “Opfer” schnell gefunden, die erfolgreich mittels eigener Software an ein Warenwirtschaftssystem angekoppelt wurde. 1986 sorgte ein Fachgeschäft für Farben und Lacke, dem Felix Hochapfel eine Fremdsoftware verkaufte und auch selber installierte, für den Grundstein zur ersten eigenen Warenwirtschaft. Denn er sah nicht ein, dass es nicht möglich sein sollte, mit dem gleichen System Bruttorechnungen an Privatkunden und Nettorechnungen an Handwerker zu schreiben. Gleichzeitig wurde dabei das auch heute noch anhaltende Verständnis für Händler geboren, die auf die Gnade der Programmierer eines Fremdsystems angewiesen sind. Zu der Idee, ein eigenes Warenwirtschaftssystem für Registrierkassen zu entwickeln, war es nur noch ein kleiner Schritt, zumal die Grundlage, eine selbst entwickelte Datenbank, bereits in einem anderen Projekt realisiert wurde. So begann die Erfolgsgeschichte von OrgaSoft, für das Betriebssystem MS-DOS. 1987 beschlossen Jürgen Erhardt, der mittlerweile ein Informatikstudium in Darmstadt begonnen hatte, und Felix Hochapfel, ihr Hobby zum Beruf zu machen, in dem sie ein Gewerbe für individuelle Softwareprogrammierung anmeldeten. Der Name der Firma lautete “08/16″ und die ersten Aufträge ließen nicht lange auf sich warten. Der hessische Apothekerverband und ein Baufachzentrum aus dem Vogelsberg waren die ersten Kunden, für die man erfolgreich die ersten Projekte abwickelte. Wie bei manchen Vorbildern befand sich der Firmensitz zwar nicht in einer Garage, aber sehr viel komfortabler war die 12-qm-Einzimmerwohnung im dritten Stock einer Darmstädter Metzgerei auch nicht. 1988 lernte Jürgen Erhardt während seines Studiums mit Michael Hörr einen begeisterten “Hardwarefreak” kennen, der eine optimale Ergänzung zu den beiden “Softwarefuzzys” darstellte. Gemeinsam mit Klaus-Dieter Stamm, Geschäftsführer besagter “Computertechnik”-Firma aus Aschaffenburg, bei der Felix Hochapfel als Verkäufer beschäftigt war, wurde die Signum GmbH am 19.12.1988 in Darmstadt gegründet. Als Firmensitz fungierte zunächst eine Bürogemeinschaft in der Otto-Röhm-Straße, bevor man 1990 in die Elisabethenstraße 23 zog, in der man dann ganze zehn Jahre blieb. 1989 kamen die ersten PC Kassen auf den Markt. Dabei handelte es sich um Terminals, die lediglich aus Bildschirm, Drucker und Kassen Tastatur bestanden und per serieller Schnittstelle oder Steckkarte an einen PC angeschlossen werden konnten. Doch auch hier gab es wieder ein Problem: Es gab keine Software für diese Terminals, und ob sich diese Technologie durchsetzen würde, stand auf einem anderen Blatt Papier. Doch da sie nichts Besseres zu tun hatten, begannen sie für eine dieser Registrierkasse n, die CASIO SA-7000, eine Kassen Software zu entwickeln.
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